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WB 13.10.08 Jugendliche sammeln beim Planungsworkshop Anregungen fürs zukünftiges Zentrum

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Jugendliche sammeln beim Planungsworkshop Anregungen fürs zukünftiges Zentrum
13.10.2008

Von Volker Knickmeyer

Espelkamp (WB). In einer Firma würden es die Manager »Brainstorming« nennen. Beim geplanten Neubau eines Jugendzentrums für Espelkamp heißt es einfach »Planungswerkstatt«.

Frank Engelhardt, Stadtjugendpfleger, Aliki Voges von der Kreisjugendpflege und der Verein »JZ Espelkamp«, vertreten durch Cord Fischer, hatten am Samstagnachmittag zur großen Ideenfindung im provisorischen Jugendzentrum an der Isenstedter Straße 15 / Ecke Königsberger Straße gebeten. Annähernd 50 Jugendliche - in der Regel zwischen 13 und 20 Jahre alt - waren gekommen und beteiligten sich lebhaft an der Vorplanung. Zunächst einmal waren kreative Ideen gefragt, ohne Rücksicht auf Machbarkeit.

In drei Arbeitsgruppen durfte gegrübelt, diskutiert und verworfen werden. Die Ideen wurden auf bunte Kärtchen geschrieben und sichtbar für alle an eine Stellwand geheftet. Eines der Teams beschäftigte sich mit dem Thema Raumvergabe und Raumplanung. Das zweite nahm sich den Bereich der »Offenen Tür Arbeit« vor. Und die dritte Arbeitsgruppe befasste sich mit dem Thema »Großveranstaltungen und Events«.

Unterteilt wurden die Ideen jeweils danach, ob sie die Gestaltung des Innen- oder Außenbereiches des zukünftigen JZ betreffen würden. Bei den Ergebnissen gab es viele Überschneidungen zwischen den Gruppen. Jasmin Krüger (19), die in Gruppe »Großveranstaltungen und Events« war, sagte: »Ich fände es prima, wenn wir auch kleinere Kulturveranstaltungen wie Jugendtheater oder mal eine Comedyvorstellung, auch für Kinder ab 13 Jahren, machen könnten« Dass man weder einen »Catwalk« noch eine Sauna einrichten kann, war schnell allen Beteiligten klar. Tischtennis, Disko und Platz für Skater sind dagegen schon ziemlich wirklichkeitsnah. Darts, Kicker, ein Computerraum, aber auch ein attraktiver Außenbereich mit ausreichend Sitzgelegenheiten und einem Klettergerüst standen auf der Ideen- und Wunschliste. Beim abschließenden Fotoshooting für den Internetauftritt des JZ brachte es ein Beteiligter mit einem Kopfstand vor dem großen Einladungsposter auf den Punkt. »Über Kopf verändert sich einiges«, war sein Motto.

»Wir sammeln erst einmal und ordnen die Ideen«, sagte Stadtjugendpfleger Frank Engelhardt. »Aber auch wer heute keine Zeit hatte, kann sich noch einbringen. Zum Beispiel beim Planungswochenende am 25. und 26. Oktober.« Zuvor jedoch will man sich in anderen Jugendzentren schlau machen. So gibt es am 16. Oktober eine Fahrt zum Jugendzentrum »@on« nach Bad Salzuflen und am 19. Oktober eine Tour nach Köln, wo sogar zwei Jugendzentren zur Besichtigung auf dem Programm stehen. Frank Engelhardt: »Wir wollen mit offenen Karten spielen. Natürlich kann nicht jeder Wunsch umgesetzt werden, aber die Jugendlichen werden von Anfang an in den Planungsprozess eingebunden, der auch von Politik, Verwaltung, Anwohnern und letztlich den finanziellen Mitteln mitbestimmt wird.«